Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Wichtige Grundlagen:

  • Seien Sie gut vorbereitet. Machen Sie sich vertraut mit wichtigen Informationen über Ihren potentiellen Arbeitgeber und üben Sie Fragen und Antworten diesbezüglich in mündlicher und schriftlicher Form.
  • Kleiden Sie sich angemessen (s.o.).
  • Erscheinen Sie sehr pünktlich oder etwas zu früh.
  • Bringen Sie extra Kopien der wichtigsten Unterlagen mit.
  • Bereiten Sie sich auf das Ausfüllen eines Bewerbungsbogen vor und halten sie zu diesem Zweck Namen und Adressen Ihrer bisherigen Arbeitgeber bereit. Noch besser ist natürlich, die wichtigsten Daten auswendig zu lernen.
  • Grüßen Sie den Gesprächspartner mit einem warmen Lächeln und verhalten Sie sich in jeder Hinsicht zurückhaltend ohne jedoch ängstlich zu wirken. Warten Sie, bis man Sie auffordert, Platz zu nehmen.
  • Bereiten Sie sich darauf vor, »mehr von sich zu erzählen«. Strukturieren Sie Ihre Selbstpräsentation schon vorher und beginnen Sie mit Ihrer Ausbildung und Ihrem bisherigen Erfahrungshorizont und enden Sie mit Ihren Zielen und Absichten. Bleiben Sie sachlich und lassen persönliche Informationen außen vor.
  • Erwarten Sie fachliche Fragen und reagieren Sie gegebenenfalls mit problemorientierter Anwendung Ihrer Fähigkeiten.
  • Vermeiden Sie in jedem Fall, das Gespräch zu führen und sprechen Sie nicht unbedacht bzw. antworten Sie präzise und vollständig.
  • Stellen Sie angebrachte Fragen, halten Sie sich jedoch damit sehr zurück. Fragen sind nur dann angebracht, wenn die Informationen für Sie nachvollziehbar wichtig sind. Auch hierbei ist Taktgefühl gefragt: Stellen Sie keine Fragen, die Ihren Gesprächspartner in Verlegenheiten bringen könnten!
  • Vergessen Sie nicht Ihr Handy auszuschalten.
  • Verkaufen Sie sich und zeigen Sie eine gewisse Aktivität. Machen Sie Ihr Interesse an dem Job klar, jedoch ohne es klar zu formulieren – dass Sie einen Job suchen, müssen Sie nicht artikulieren, es ist ja der Grund für Ihr Erscheinen.
  • Bedanken sie sich, ganz gleich, welches Gefühl Sie am Ende haben. Oft schätzt man die Situation falsch ein und verbaut sich dadurch den Zuspruch.

Was Sie tunlichst vermeiden sollten:

  • Reden sie nicht zu viel und reißen sie das Gespräch nicht ans sich.
  • Erzählen sie keine Geschichten oder Anekdoten. Sie sind nicht zur Unterhaltung da.
  • Machen sie keine unaufgeforderten Angaben zu Gehaltsvorstellungen etc. Dieses Thema anzuschneiden ist Aufgabe des Arbeitgebers.
  • Akzeptieren sie ein Jobangebot nicht sofort, es sei denn, es ist wirklich sehr gut und übertrifft ihre Erwartungen deutlich. Eine Bedenkzeit von 24 oder 48 Stunden ist angemessen und stärkt ihre Position. Falls sie jedoch den Eindruck haben, dass eine sofortige Antwort erwartet wird, müssen sie abwägen. Unter keinen Umständen sollten sie ihren sicher geglaubten Arbeitsplatz deshalb gefährden.

Fragen, die sie erwarten sollten:

  • Welche Ziele haben sie ihre Karriere betreffend?
    • Machen sie realistische und zurückhaltende Prognosen und berücksichtigen sie dabei ihre momentane Situation. Aus einer Arbeitslosigkeit folgern sich andere Ziele als aus einer Abwerbung.
  • Warum haben sie sich für diese Branche entschieden?
    • Hier können sie ruhig einige persönliche Belange einbringen ohne dabei jedoch zu übertreiben. Beschreiben sie die Leidenschaft für ihre Arbeit und ihren Beruf oder stellen sie die besondere Verbindung ihrer Fähigkeiten und den Anforderungen ihres Berufs heraus.
  • Wie sehen sie ihre Situation in fünf Jahren?
    • Machen sie hier ebenfalls realistische und zurückhaltende Prognosen und berücksichtigen sie dabei ihre momentane Situation. In jedem Fall sollten sie einen Fortschritt sehen und als Ziel formulieren.
  • Warum möchten sie gerade hier arbeiten?
    • Eine der schwierigsten Fragen – hier sollten sich ihre zuvor eingeholten Informationen bezahlt machen. Stellen sie die wichtigsten Fakten in den Vordergrund und vermeiden sie übertriebenen Lobgesang. Es geht dabei insbesondere um sie und ihre Gründe!
  • Welche Eigenschaften sehen sie als ihre Hauptstärke bzw. als ihre Hauptschwäche?
    • Finden sie eine relevante Stärke und eine weniger relevante, jedoch glaubhafte Schwäche. Erfinden sie nichts, denken sie jedoch daran, dass sie sich auch in dieser Situation gut verkaufen wollen.
  • Welche Eigenschaften bringen sie mit, die sie für uns wertvoll machen?
    • Hier sollten ebenso nur für die Arbeit relevante Eigenschaften Erwähnung finden. In den meisten Fällen ist eine ehrliche Antwort die beste, es sei denn sie halten sich selbst für ungeeignet – Das sollten sie an dieser Stelle vielleicht nicht verraten.
  • Welche Errungenschaften beruflicher Art waren für sie am wichtigsten?
    • Bei dieser Antwort sollten sie ein objektiv erwähnenswertes Ereignis wählen, das auch für außenstehende positiv scheint.
  • Was ist das wichtigste, das sie in ihrer beruflichen Laufbahn gelernt haben?
    • Diese Frage sollten sie hinsichtlich ihrer fachlichen Qualifikation verstehen oder sie zumindest in diesem Zusammenhang beantworten. Dass sie nach jahrelanger Erfahrung festgestellt haben, dass sie zu Spaghetti Carbonara lieber Fanta trinken statt Cola, interessiert an dieser Stelle niemanden.
  • Wie arbeiten sie unter Druck?
    • Hier sollten sie ihre hoffentlich vorhandene Fähigkeit herausstellen, unter Druck besonders konzentriert und zielorientiert zu arbeiten und dabei stets die Ursache des Drucks im Auge zu behalten.
  • Was bedeutet Erfolg für sie?
    • Das ist eine individuelle Frage, die sich auch individuell beantworten können. Sie sollten jedoch bedenken, dass ihr Erfolg auch der Erfolg der Firma bzw. des Arbeitgebers sein muss!
  • Was hat ihnen an ihrer letzten Beschäftigung am besten gefallen, was eher weniger?
    • Waschen sie hier keine schmutzige Wäsche und versuchen sie mit Kritik am bisherigen Arbeitgeber sparsam umzugehen. Vielleicht finden sich Kritikpunkte die allgemein bekannt sind und nicht sonderlich überraschen. Der positive Aspekt sollte auch beim neuen Arbeitgeber zum tragen kommen. Vermeiden sie also die Situation, ihre bisherigen Arbeitgeber besser dastehen zu lassen als ihren potentiell neuen Arbeitgeber.
  • Wie würden sie ihrer Arbeitsweise beschreiben?
    • Eine persönliche und ihre positiven Eigenschaften herausstellende Antwort ist hier gefragt!
  • Wurde ihre Arbeit in der Vergangenheit kritisiert und wie sind sie damit umgegangen?
    • Natürlich wurden sie kritisiert. Kommen sie also nicht auf die Idee, zu erzählen, noch nie kritisiert worden zu sein. Diese Frage ist natürlich unangenehm und sie sollten sie mit Fassung ertragen und beantworten. Finden sie einen Fehler, der kritikwürdig war, jedoch nicht unbedingt vermeidbar. Erwähnen sie ruhig, dass es ihnen unangenehm ist, Fehler zu machen, dass sie jedoch einsichtig sind und versuchen, aus fehlerhaftem Verhalten zu lernen und sich in Zukunft zu verbessern.
  • Sind sie bereit, ihren Wohnort zu wechseln?
    • Je nachdem ob sie dazu bereit sind, sollten sie eindeutig antworten. Falls sie einen Wohnortwechsel nur ungern vornehmen wollen, sollten sie plausible Erklärungen liefern. Es mag ihren Arbeitgeber vielleicht nichts angehen, aber gute Gründe können hier vielleicht helfen, ihre Meinung verständlich zu machen.
  • Warum sollten wir sie einstellen?
    • Eine dumme Frage, die dennoch beantwortet werden will. Falls sie bisher noch nichts dazu gekommen sind, stellen sie ihrer Fähigkeiten heraus und verleihen sie ihren Ambitionen Nachdruck. Sie sind das Produkt, das verkauft werden will – Hier bietet sich eine Gelegenheit für Werbung!

4 Antworten auf „Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch“

  1. Yooo maaan
    Also ich finde das ja mal voll krass was ihr hier für geile messages schreibt… aber wo bewerbe ich mich ma für die weltherrschaft?! das is mein traumberuf…

  2. Also was hier für eine Bannerwerbung is hätte ich von einer BiZ-Seite nie gedacht Heisse Girls Kiez und King wenn das mal nix heissen soll

  3. Guten Tag,
    Ich unterrichte künftige Schulabgänger und habe gerade Ihre Seite zum Vorstellungsgespräch gelesen. Ich bin verwundert darüber, dass sich in Ihrem Text zahlreiche Rechtschreibfehler (sein statt seien, Anrede-Sie klein geschrieben etc.) finden. Das sollte auf einer Seite, auf der sich Schüler informieren, nicht passieren. Bitte überarbeiten!
    Mit freundlichen Grüßen
    B. Walther

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.