Produktiv im Homeoffice Wie arbeiten Sie auch von zu Hause aus effizient?

Produktiv im Homeoffice

Wie arbeiten Sie auch von zu Hause aus effizient?

 

Viele Menschen weltweit sind derzeit gezwungen aufgrund von staatlich befohlenen Ausgangsbeschränkungen von zu Hause aus zu arbeiten. In Deutschland sprechen die meisten Unternehmen in diesem Zusammenhang eine Empfehlung aus und verordnen ihren Angestellten nicht direkt, daheim zu arbeiten – im Interesse der Allgemeinheit sollte aber jeder den Kontakt zur Außenwelt einschränken und entsprechend auch den Umgang mit Arbeitskollegen meiden.

Das kann für einige Menschen Stress bedeuten, schließlich schleichen sich während der sozialen Isolation schnell Gefühle von Einsamkeit und – logischerweise – Isoliertheit ein. Diese belasten den Einen mehr, den Anderen weniger. Manch einer sieht dadurch seine Produktivität am Arbeitsplatz gefährdet, da es ihm zu Hause schwerer fällt, störende Einflüsse von außen auszublenden. Dabei gibt es durchaus Hilfsmittel und Methoden, um auch innerhalb der eigenen vier Wände maximal effizient und produktiv zu arbeiten.

Kann das Arbeiten von zu Hause aus funktionieren?

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, einen kurzen Blick auf eine zweijährige Studie zu werfen, die von der Stanford-Universität durchgeführt wurde. Sie befasste sich mit dem Arbeitsverhalten von chinesischen Angestellten, denen von ihrem Arbeitgeber ermöglicht wurde, über einen gewissen Zeitraum hinweg von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Ergebnisse fielen dabei anders aus als erwartet.

Die Testsubjekte steigerten tatsächlich ihre Produktivität. Sie sammelten weniger Krankheits-Tage an, waren pünktlich am Arbeitsplatz, arbeiteten im Schnitt länger und es fiel ihnen, nach eigener Aussage, leichter, sich zu Hause zu konzentrieren.

Sicher sind die Resultate der Studie nicht als universalgültiges Plädoyer für die Arbeit im Homeoffice zu verstehen, denn die Effektivität dessen hängt nicht zuletzt mit Gegebenheiten zusammen, die von Branche zu Branche und von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Doch sie beweist, dass effizientes Arbeiten in dieser Form durchaus möglich ist.

Fällt Ihnen dies aber schwer, sollten sie sich mit Maßnahmen beschäftigen, durch die Sie Ihre Leistungsfähigkeit gezielt steigern können. In diesem Zusammenhang sollten Sie lernen, sich Ihre Aufgaben einzuteilen und zu priorisieren.

Tipps zur Produktivitätssteigerung

  • Oft hapert es am Zeitmanagement, wenn es gilt, die eigenen vier Wände kurzfristig zum Büro umzufunktionieren und diese Umstellung auch gedanklich vorzunehmen.

Es ist daher wichtig, sich frühzeitig eine Struktur zurechtzulegen, die der am eigentlichen Arbeitsplatz ähnelt. Also einen Plan zu finden, der alle Stationen des Tages vom Aufstehen über die Mittagspause bis zum Feierabend in Zeiteinheiten einteilt.

Wer sich bei dieser Thematik professionellen Rat einholen oder direkt geschult werden will, der kann dies auch im Rahmen von Online-Seminaren tun.

  • Eine gute kommunikative Vernetzung sollte im Job grundsätzlich gewährleistet sein, umso wichtiger wird diese allerdings, wenn der Großteil einer Firmenbelegschaft im Homeoffice arbeitet. Daher sollten Sie es sich zur Gewohnheit machen, ihre Gedanken und Arbeitsergebnisse nicht nur schriftlich an andere weiterzugeben, sondern sich auch über Video- und Telefonkonferenzen auszutauschen.

So können Mitarbeiter viel effizienter und direkter kommunizieren, außerdem wird die Kommunikation auf persönlicher Ebene und dadurch weniger hölzern und förmlich durchgeführt. Das vermindert auch Gefühle der Abgeschiedenheit.

  • Um kein Misstrauen aufkommen zu lassen, sollten Sie Andere immer im Voraus über längere Abwesenheiten durch Pausen o. Ä. informieren. So gewährleisten Sie, dass das Vertrauensverhältnis zu ihren Untergebenen oder Arbeitgebern nicht durch die Entfernung belastet wird.
  • Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz beugt Rückenproblemen vor. Dies wird zunehmend wichtiger werden, je länger die Krisenzeit andauert. Im Interesse Ihrer Gesundheit sollten Sie sich daher mit einem höhenverstellbaren Stuhl mit gerader Lehne und einem passenden Schreibtisch ausstatten. Auch ein Stehtisch kann helfen, wenn es darum geht die Rückenmuskulatur kurzzeitig zu entlasten.
  • Auch die Gestaltung Ihres Büroraums kann eine große Rolle spielen, wenn Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern wollen. Idealerweise schaffen Sie sich also einen abgeschlossenen Bereich, der sich optisch deutlich vom Rest des Hauses abhebt und den die anderen Bewohner nur in Ausnahmesituationen aufsuchen.

Wenn Sie Sprach- und Videokommunikation des Öfteren nutzen, sollten Sie außerdem eine Ausstattung wählen, die keinen unnötigen Hall erzeugt. Zusätzlich muss eine ausreichende aber nicht zu grelle Beleuchtung gewährleistet sein, damit Sie im Laufe der Zeit nicht Ihre Augen strapazieren.

 

Fazit

Wie gut Sie sich in Ihrem Homeoffice konzentrieren und wie zielstrebig sie arbeiten können, hängt nicht zuletzt tatsächlich auch mit Ihrer Grundeinstellung zusammen. Wenn Sie in der sozialen Abschottung grundsätzlich nur ein Ärgernis erkennen, etwa weil Sie lieber direkt im Verbund mit anderen arbeiten und den Kontakt zu Ihren Kollegen schätzen oder einfach nur nicht gern zu Hause sind, wird es wahrscheinlich eine unerquickliche Angelegenheit bleiben. Nichtsdestotrotz bietet arbeiten im Homeoffice aber die Möglichkeit, Arbeitsschritte sehr individuell und eigenverantwortlich auszuführen, was im Arbeitsalltag oft nicht so gegeben ist. Es lohnt sich daher, stets positive Seiten in Zuständen zu suchen, an denen Sie nichts ändern können.

Wenn das alles freilich nicht die erhofften Ergebnisse zeitigt, trösten Sie sich mit dem Gedanken, dass jede Krise früher oder später ihr Ende findet.

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