Mit Sprachcoaching Begeisterung für ganzheitliches Sprachenlernen lehren

Sprachcoaches unterstützen Menschen dabei, beim Lernen und Perfektionieren einer Sprache den Fokus bewusst auf gewisse Aspekte zu legen, an diesen stetig zu feilen und so insgesamt mit großer Begeisterung an der Weiterentwicklung der eigenen Sprachkompetenz zu arbeiten.

Ausbildungswege zum Sprachcoach

Um im Sprachcoaching aktiv zu werden, sind mehrere Ausbildungswege möglich. Meist ist es ein Studium der angewandten Sprachwissenschaft, das oft mit Ausbildungen in den Bereichen Sprachentwicklung, sprachliche Frühförderung, interkulturelle Sprachdidaktik oder Legasthenie erweitert wird, das den Ausbildungsweg zum Sprachcoaching ebnet. Fast alle Universitäten bieten zudem spezifische Lehr- und Studiengänge an, die oftmals auf eine konkrete Ausübungsmöglichkeit abzielen. Das Ausbildungscurriculum »Sprachcoaching für den Fachunterricht in sprachlich heterogenen Klassen« der österreichischen Universität Graz oder das Curriculum »Sprachcoaching am Arbeitsplatz« der IHK in Berlin sind etwa zwei Beispiele für einen universitären Ausbildungsweg.

Tätigkeitsfelder im Sprachcoaching

Das Berufsfeld »Sprachcoaching« ist sehr facetten- und abwechslungsreich. Es bietet einerseits Schnittmengen mit dem Tätigkeitsbereich der Logopädie und hält andererseits Überlappungen mit der Arbeit von Sprach- und Rhetoriktrainern in Wirtschaft und Politik bereit. Dies insbesondere dann, wenn es darum geht, Menschen für eine spezifische berufliche Situation vorzubereiten, indem Unterstützung bei der Aneignung des nötigen sprachlichen Rüstzeugs geboten wird. Sprachcoaches arbeiten mit Vorschul- und Volksschulkindern ebenso wie mit Menschen in Managementpositionen und bereits pensionierten Frauen und Männern, die für so manche Alltagsanforderung ihre sprachlichen Kompetenzen erweitern wollen. Sehr häufig arbeiten Sprachcoaches mit Lernenden von Deutsch als Zweitsprache. In diesen Situationen geht es dann insbesondere darum, ein gutes Vorbild zu sein und mit theoretischen, praktischen und didaktischen Kenntnissen die Eigenheiten der deutschen Sprache dem gegenüber in motivierender Art und Weise näherzubringen. Sprachcoaches bereiten ihre Klientinnen und Klienten gezielt auf spezifische praktische Anforderungen vor. Bei der Arbeit mit Menschen aus anderen Kulturen geht es sehr häufig darum, die Kenntnisse für eine Vielzahl an Alltagssituationen zu verbessern und konkrete Hilfestellungen für klar definierte Situationen, wie beispielsweise den ersten Vorstellungsgesprächen in deutscher Sprache, zu leisten.

Konkrete Fragestellungen und Herausforderungen

Wie für so viele Berufsfelder gilt auch für das Sprachcoaching die Weisheit, dass man selbst als Spezialist nie fertig ausgebildet ist. Die wachsende Interkulturalität und die zunehmende Digitalisierung sind nur zwei Einflussfaktoren, die das Tätigkeitsspektrum im Sprachcoaching laufend verändern und die Anforderung an die in diesem Berufsfeld tätigen Personen modifizieren. Bei all den Veränderungen bleiben grundlegende Fragen wie »Was sind Vokale?«, »Welche Arten von Vokalen gibt es in den Erstsprachen meiner Klientinnen und Klienten?« und »Wie kann eine authentische Vokal- und Konsonantenbildung vermittelt bleiben?« wohl auch in den kommenden Jahrzehnten zentrale Aspekte des Sprachcoachings.

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