Daytrading: Hohes Risiko oder gute Gewinnmöglichkeit?

Wer auf der Suche nach einer Möglichkeit ist, schnell Geld zu verdienen, stößt früher oder später auf das Daytrading. Im Internet gibt es einige Ratgeber hierzu, wobei den Interessenten in Aussicht gestellt wird, auf die Schnelle ein Vermögen aufbauen zu können. Ebenso häufen sich im Web die Berichte von Tradern, die hohe Summen beim Daytrading verloren haben. Welche dieser Auffassungen stimmen oder übertrieben sind, ist für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar.

Was ist Daytrading?

Unter Daytrading wird das kurzfristige Spekulieren mit Aktien, Währungen, Rohstoffen oder Indizes verstanden. Häufig spekulieren Daytrader auf Währungen wie das Währungspaar Euro gegen US-Dollar. Der Trader kauft eine Währung wie den US-Dollar beispielsweise bei einem niedrigen Kurs und verkauft ihn, wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro steigt. Bei den Indizes wird häufig auf steigende oder fallende Kurse beim DAX spekuliert.

Der bezeichnende Faktor beim Daytrading oder Trading wie es häufig genannt wird, ist die Tatsache, dass die Handelsgüter lediglich ein paar Stunden oder maximal einen Tag gehalten werden, bevor der Handel beendet wird. Daher lohnt sich diese Art des Handelns mit Wertpapieren oder Fonds kaum. Die Kosten für den An- und Verkauf der Produkte sind häufig höher als die Gewinne, die über einen Tag hinweg erzielt werden können.

Was sind Hebel beim Trading?

In den meisten Fällen sind die Kursschwankungen der Finanzprodukte an der Börse innerhalb eines Tages eher gering. Daher müssen Trader beim Handeln die sogenannten Hebel oder auch Leverage genannt einsetzen. Dadurch wird es erst möglich, an einem Tag Profite durch die Schwankungen am Markt zu erwirtschaften. Dabei leihen die Daytrader Kapital von ihrem Broker oder ihrer Bank, durch welches Trader versuchen, Gewinne zu maximieren.

Durch das geliehene Geld können Trader nahezu beliebig hohe Hebel erreichen. Durch den Einsatz der Hebel können Daytrader beispielsweise ein Handelsprodukt selber und 50 Produkte im Rahmen der Leihe kaufen. Dadurch können Händler innerhalb nur eines Tages enorm profitieren, und das selbst bei kleinsten Kursschwankungen. Allerdings steigt mit dem gewählten Hebel auch das Risiko, bei Verlustgeschäften das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren.

Welche Produkte werden von Daytradern bevorzugt gehandelt?

Die meisten Daytrader handeln Derivate an der Börse. Das bedeutet, dass sie die Basiswerte nicht direkt kaufen oder verkaufen, sondern mit Optionen, binären Optionen, Futures oder CFDs handeln. Dabei handelt es sich um Ableitungen auf einen Basiswert. Das hat den Vorteil, dass sich diese Produkte auch beim Einsatz von wenig eigenem Kapital gut hebeln lassen.

Falls die Basiswerte selber über den Tag hinweg gehalten werden, handelt es sich dabei zumeist um Devisen, da diese zu manchen Zeiten starken Kursschwankungen ausgesetzt sind. Durch den Einsatz eines hohen Hebels kann das Geschäft mit den Währungspaaren zu vielen Zeiten durchaus lohnenswert sein.

Wie handeln Trader an der Börse?

Daytrader können entweder eine Long- oder eine Shortposition aufbauen. Bei der Longposition setzt der Trader auf steigende Kurse. Am Beispiel der Devisen würde der Händler US-Dollar kaufen, da er hofft, dass die Währung in Zukunft gegenüber dem Euro steigen wird. Steigt der Wert der Währung im Laufe des Tages an, verkauft der Händler und profitiert von der Differenz zwischen Einkaufskurs und Verkaufskurs abzüglich der Handelskosten.

Bei einer Shortposition nimmt der Händler an, dass der Kurs fallen wird. Der Trader verkauft einen Wert, den er noch nicht besitzt und kauft ihn zu einem späteren Zeitpunkt. Bei diesem Handel wird auch von einem Leihgeschäft gesprochen. Die Entscheidung, ob eine Long- oder Shortposition eröffnet wird, hängt vielfach von äußeren Faktoren ab. Einige Trader richten sich nach dem Tagesgeschehen in Politik und Wirtschaft, andere Daytrader handeln nach rein technischen Richtlinien.

Bei der Beobachtung des Tagesgeschehens kommt es darauf an, ob am Tag wichtige politische oder wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden. Das kann Entscheidungen in den USA betreffen, den Brexit, den Leitzins oder andere wichtige Tagesthemen. Bei der technischen Analyse wird vorwiegend die Kurve der Kursschwankungen analysiert. Daraus werden Schlussfolgerungen für den weiteren Kursverlauf getroffen.

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Fazit: Daytrading – Handeln aber nicht ohne Risiko

Wer sich eine Zeit lang mit dem Handel an der Börse beschäftigt, wird feststellen, dass es durchaus möglich ist, beim Daytrading Gewinne zu erzielen. Dabei darf das Risiko eines Kapitalverlustes jedoch nie aus den Augen verloren werden. Gerade Einsteiger unterschätzen das Risiko und handeln sogleich mit hohen Hebeln. Dabei müssen jedoch hohe Summen als Sicherheit hinterlegt werden, die im Verlustfall verloren sind. su

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