Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in KMUs

Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in KMUs

Im Rahmen der zunehmenden Automatisierung und Globalisierung der Industrienationen und in Hinblick auf die Konkurrenzsituation der Großkonzerne mit den außereuropäischen Märkten, sind KMUs – also die kleinen und mittleren Unternehmen – wieder stark im Kommen. Daraus ergibt sich auch, dass es für Arbeitnehmer interessant sein kann, Teil eines solchen kleineren Konzernes zu werden, weil sich hier einige zunächst unerwartete Vorteile und Entwicklungschancen bieten, auf die man in einem Großunternehmen verzichten muss. Viele Jobsuchende sind sich der Vorteile einer eigenen Positionierung in einem kleinen und familiengeführten Unternehmen jedoch nicht bewusst, obwohl selbstverständlich auch internationale Karrieren in diesen kleinen und oft spezialisierteren Betrieben ihren Anfang nehmen können. Im Folgenden sollen die Karrierechancen in KMUs näher beleuchtet werden.

Was macht die KMUs so attraktiv?

Die Personalstrukturen in kleineren und mittleren Unternehmen wie der beck packautomaten GmbH & Co. KG unterscheiden sich deutlich von denen in größeren Konzernen oder Großbetrieben. Durch die größere Nähe zu den Vorgesetzten und die familiäreren Strukturen kann man sich als Mitarbeiter oft stärker einbringen und der eigene positive Impact und das Engagement werden eher wahrgenommen. Das kann gerade am Beginn einer Karriere überaus positiv sein, da man durch die kürzeren Kommunikationswege ein gutes Feedback bekommt und in kurzer Zeit überaus große Fortschritte machen kann. Häufig sind die Hierarchien in KMUs flacher und jede Beförderung ist damit ein Karrieresprung, der gleich ein deutlich größeres Maß an Verantwortung mit sich bringt. Fachlich bewegen sich KMUs meist in der Entwicklung von Spezialtechnologien, so dass man in diesen Betrieben häufig am Zahn der Zeit ist. Als weiterer Vorteil soll erwähnt werden, dass ein familiengeführter Maschinenbauer oder andere Kleinunternehmen häufig auch wohnortnah zu finden sind. Statistisch gesehen erwarten diese Unternehmen auch nicht so häufig einen Ortswechsel ihrer Angestellten und sind eher daran orientiert, gute Mitarbeiter durch persönliches Coaching und beste Konditionen bei sich zu halten. Es lohnt sich auf alle Fälle einen Blick in die Struktur solcher Betriebe zu werfen. su

Mit dem eigenen Webshop selbstständig machen

Mit dem eigenen Webshop selbstständig machen

Viele Menschen träumen davon, sich selbstständig zu machen und ihr eigener Chef zu sein. Doch die Selbstständigkeit ist auch mit Unsicherheit verbunden. Während eine Festanstellung für ein regelmäßiges Einkommen sorgt, ist der Selbstständige für sein Einkommen selbst verantwortlich. Dennoch kann der eigene Webshop den Traum von der Selbstständigkeit wahr werden lassen. Die folgenden Informationen bieten einen ersten Überblick; für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird jedoch keine Haftung übernommen.

Eine Strategie finden

Selbstständige benötigen eine möglichst konkrete Vorstellung davon, wie ihr Eine-Person-Unternehmen aussehen soll. Diese Vision ist nicht nur eine gute Motivation, sondern bildet auch die Grundlage für alle weiteren Überlegungen. Diese sollten in einem detaillierten Businessplan festgehalten werden.

Eine selbstständige Tätigkeit und eine Anstellung bei einer anderen Firma müssen sich gegenseitig nicht ausschließen. Beide Arbeitsbereiche sollten jedoch klar getrennt sein, damit keine Konkurrenz zwischen der Selbstständigkeit und der Arbeit als Angestellter entsteht. Darüber hinaus ist zu klären, ob der Arbeitgeber über die selbstständige Tätigkeit informiert werden muss oder ob vonseiten des Arbeitgebers sogar eine Erlaubnis notwendig ist.

Eine Möglichkeit, um sich ein zweites Standbein aufzubauen, bietet ein eigener Webshop. Manche Webshop-Betreiber betrachten den Onlinehandel als nettes Nebeneinkommen. Anderen geht es darum, mit einem Hobby Geld zu verdienen oder mehr Entscheidungsfreiheit zu genießen. Die neuen Freiheiten sind jedoch mit einigen Hindernissen und Herausforderungen verbunden.

Was gilt es zu beachten?

Wer einen eigenen Webshop eröffnen möchte, sollte sich vorab mit einigen Fragen auseinandersetzen. Wichtig ist, dass der Webshop rechtlich auf sicheren Beinen steht. Die selbstständige Tätigkeit muss zum Beispiel dem Finanzamt gemeldet werden.

Wer am Anfang zunächst nur einen geringen Umsatz erwartet, kann eventuell die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. In diesem Fall muss keine Umsatzsteuer gezahlt werden. Wie hoch der Umsatz dafür sein darf, ist von Jahr zu Jahr verschieden. Die Zahlen sind öffentlich einsehbar und werden im Voraus veröffentlicht.

In der Regel müssen Webshop-Betreiber ein Gewerbe anmelden. Möglicherweise ist auch eine spezielle Zulassung erforderlich – das kommt ganz darauf an, was im Webshop verkauft wird. Die Waren selbst müssen natürlich ebenfalls legal sein. Darüber hinaus gibt es viele große und kleine Formalitäten, die auf zukünftige Onlinehändler zukommen. Deshalb kann es sinnvoll sein, einen Gründer-Workshop oder einen vergleichbaren Kurs zu besuchen. Möglich ist auch eine professionelle Einzelberatung.

Regeln im Internet beachten

Da der Webshop auf eine Internetseite angewiesen ist, sollten sich Betreiber zudem mit den Gesetzen und Verordnungen auseinandersetzen, die für Websites gelten. Ab Mai 2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die strenge Richtlinien für den Datenschutz vorgibt.

Selbstständige sind selbst dafür verantwortlich, sich über neue Gesetze und Regelungen zu informieren. Die Vorschriften können sich schnell ändern. Deshalb ist es wichtig, über relevante Themen rund um den Onlinehandel und den Betrieb einer Website immer auf dem Laufenden zu bleiben.

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Forum Tourismus: Premiere war ein voller Erfolg

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PRESSEMITTEILUNG

Forum Tourismus: Premiere war ein voller Erfolg

Neue Veranstaltungsreihe auf dem Campus der Angell Akademie Freiburg // Große Resonanz: 140 Teilnehmer folgen Einladung zum Expertenforum // Key Note Speaker Otto Lindner über „Wettbewerbssituation in der Hotellerie“ // Nächste Veranstaltung im Frühjahr 2012

Freiburg, 16. November 2011 – Insbesondere der innereuropäische Wettbewerb und seine Auswirkungen in der Hotellerie standen im Mittelpunkt des ersten Forum Tourismus, das die Angell Akademie Freiburg zusammen mit der IUCE Freiburg und Skål International am vergangenen Mittwoch, 9. November, auf dem Campus der Angell Akademie veranstaltet hat. Rund 140 Experten aus der Hotellerie – sowohl aus der Region als auch dem gesamten Bundesgebiet – nutzten den Auftakt zu Information und Austausch. Das Forum Tourismus soll künftig dreimal im Jahr jeweils zu aktuellen Themen stattfinden. Keynote Speaker bei der Auftaktveranstaltung war Otto Lindner, Vorstand der Lindner Hotels AG, der ein engagiertes Plädoyer für den reduzierten Mehrwertsteuersatz in Hotellerie und Gastronomie hielt.

Hochzufrieden mit der Premiere zeigt sich Gastgeberin Antoinette Klute-Wetterauer, Geschäftsführerin des Angell Bildungsverbundes Freiburg, Gesellschafterin der IUCE Freiburg und Präsidentin des Sk?l-Clubs Freiburg: „Mit Otto Lindner haben wir einen der derzeit konzeptionsstärksten Hoteliers für unser Expertennetzwerk gewonnen. Dies, sowie die positive Resonanz aller Teilnehmer, bestätigt unser Veranstaltungskonzept, aktuelle Branchentrends aufzugreifen und im Dialog mit Führungskräften, Studierenden und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Medien Impulse zu geben“, so ihr Fazit. Fortgesetzt wird das Forum Tourismus im Frühjahr 2012 voraussichtlich mit Gastredner Norbert Fiebig, CEO des Reiseveranstalters REWE Touristik.

„Wir müssen das Visier hochklappen und kämpfen“ – So Otto Lindner zum reduzierten Mehrwertsteuersatz als Konjunkturmotor der Hotellerie
Es gibt gute Gründe für die Mehrwertsteuersenkung, die zum 1. Januar 2010 im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes für Beherbergungsbetriebe in Kraft trat. Gerade mit Blick auf die weitestgehend kleinbetriebliche Struktur der Beherbergungsbranche in Deutschland. Daran lässt Otto Lindner keinen Zweifel. „Planungssicherheit ist die wichtigste Voraussetzung für Investitionen. Daher muss mit der anhaltenden öffentlichen Debatte um die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung Schluss sein. Viele Hotels werden sterben, wenn die Mehrwertsteuer wieder erhöht wird.“ Lindner, ausgezeichnet u.a. als „Hotelier des Jahres“, hat seit dem Jahr 2000 die Zahl der familiengeführten Lindner-Hotels von sechs auf derzeit 34 Häuser gesteigert. Er steht für Wachstum und fordert dafür klare Rahmenbedingungen: „Die Mehrwertsteuersenkung wirkt. 2009 war die deutsche Hotellerie in der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg; die Senkung des Mehrwertsteuersatzes hat ihr entscheidend aus der Krise herausgeholfen. Hoteliers schaffen neue Jobs, renovieren und erweitern, erhöhen die Löhne und senken die Preise. Davon profitiert nicht zuletzt der Gast.“ Dieses Konjunkturprogramm stärke insbesondere die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer beschäftigungsintensiven Branche, die fest am Standort Deutschland verwurzelt ist. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz in Europa nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall: Er gilt in 24 von 27 Mitgliedstaaten. Dass Otto Lindner beim Thema Konjunktur nicht nur auf Steuergesetze, sondern auch auf intensive Nachwuchsförderung setzt, belegt die Unternehmenspolitik der Hotelkette: Seit dem Studienjahr 2011 kooperiert die Lindner AG mit der IUCE Freiburg: Insgesamt 10 IUCE-Studierende absolvieren ihre Praxisphasen in Lindner-Häusern und der Konzernzentrale.

Forum Tourismus – ein Expertennetzwerk mit Kontinuität
Das Forum Tourismus richtet sich an Führungskräfte der Reisebranche, der Hotellerie und Messewirtschaft sowie Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Medien. Das Forum bietet Gelegenheit, mit Experten der Branche über Entwicklungen und Trends im Tourismus zu diskutieren, und zum regionalen und bundesweiten Networking. Gleichzeitig ist das Forum Tourismus als Brückenschlag zwischen zukünftigen Fachkräften der Branche und Unternehmen gedacht. Durch die aktive Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung des Forums sammeln die Studierenden einerseits praktische Erfahrungen und können andererseits wichtige erste Kontakte zu Betrieben und Organisationen knüpfen.

Die Veranstalter

Angell Akademie
Die Angell Akademie Freiburg steht im In- und Ausland für erstklassige, auf die Bedürfnisse der Branche abgestimmte Ausbildungen in Tourismus, Hotellerie und Event. Seit 1992 nimmt sie deutschlandweit eine Vorreiterrolle in diesem Segment ein. Theoretische Wissensvermittlung mit hohem Praxisanteil und eine starke Verzahnung mit der Wirtschaft bilden die Eckpfeiler ihres Erfolgs und führen zur hohen Beschäftigungsfähigkeit ihrer Absolventen.

IUCE
Die International University of Cooperative Education Freiburg ist die erste private Hochschule für Duales Studium in Baden-Württemberg und offiziell durch ACQUIN akkreditiert. Gegründet im Oktober 2009, bietet sie duale Studiengänge an, bei denen sich Studium und Praxisphasen in dreimonatigem Rhythmus abwechseln. Nach drei Jahren wird der internationale anerkannte Bachelor of Arts in International Business Management mit einer der Profilrichtungen Hotelmanagement, Sportmanagement, Immobilienwirtschaft oder Marketing erworben.

Skål International
Skål International ist mit 20.000 Mitgliedern das weltweit größte Netzwerk von leitenden Vertretern der Tourismuswirtschaft. Seine Mitglieder engagieren sich für Völkerverständigung und nachhaltige Entwicklung des Tourismus auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

Bildunterschriften:
BU1: Keynote Speaker und Gastgeber (v.l.n.r.): Otto Lindner, Vorstand Lindner Hotels AG, Antoinette Klute-Wetterauer, Geschäftsführerin des Angell Bildungsverbundes Freiburg, Gesellschafterin der IUCE Freiburg und Präsidentin des Sk?l-Clubs Freiburg, Robert F. Wetterauer, Geschäftsführender Gesellschafter IUCE Freiburg, 2. Geschäftsführer des Angell Bildungsverbundes Freiburg.
BU2: Blick ins Publikum: 140 Teilnehmer zu Gast beim ersten Forum Tourismus.

Weitere Informationen:
zahrts media group gmbh
Antje Schneider M.A. / Dr. Petra Zahrt
Heinrich-Brauns-Str.15
51061 Köln
Fon: +49 221 271 40 570
Fax: +49 221 271 40 577
E-Mail: aschneider@zahrts.de / pzahrt@zahrts.de

staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in Finanzwirtschaft

staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in Finanzwirtschaft

Ein Betriebswirt der Finanzwirtschaft kontrolliert und überprüft die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Betriebes und berechnet dessen Bedarf an Kapital. Folglich setzt er sich für die Beschaffung des Kapitals und für dessen Verwendung ein. Er entwickelt Aussage- und schlagkräftige Pläne der Finanzen, um das vorhandene Vermögen bestmöglichst einsetzen zu können. Diese Finanzpläne müssen gegenwärtig und auch auf längere Sicht gesehen optimal auf die Firma ausgelegt sein.
Der Betriebswirt für Finanzen arbeitet die meiste Zeit am PC, um stets die neuesten Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen – Monats- bzw. Jahresbilanzen – anfertigen zu können. Somit sind Sie jederzeit auf die sich ständig veränderten Wirtschaftslagen eingestellt und können mögliche Anpassungen des Bedarfs von Kapital sogleich planen und umsetzen.
Je nach Abteilung des Arbeitsplatzes fallen auch Buchführung, Mahnwesen und Steuerwesen an.
Für das Anfertigen von Monats- oder Jahresbilanzen wird ein sehr gutes Mathematikverständnis und hohe Kenntnisse im Bereich der gesamten Mathematik verlangt. Und diese Berechnungen und Bilanzen eindeutig und verständlich erläutern zu können, sollte auch ein sprachliches Ausdrucksvermögen vorhanden sein.
Einfache Strukturen der Finanzen sind für jeden Bereich eines Betriebes von wichtiger Bedeutung. Als Betriebswirt für Finanzen sollte man bereit sein, eine wichtige Verantwortung in einer Firma übernehmen zu müssen.
Ein Lehrgang für den staatl. gepr. Betriebswirt Finanzwirtschaft ist in zwei Phasen unterteilt:
In der ersten Phase eignen sich die Teilnehmer Kenntnisse im Bereich Betriebswirtschaft an, in der zweiten Phase setzen Sie sich mit der Finanzwirtschaft auseinander.
Das relevante Wissen für die Prüfung und etliche Beispiele der Praxis werden durch Übungshefte klar vermittelt. Man bearbeitet Fallbeispiele und schickt die gelösten Aufgaben und Proben wieder an die Fernschule zurück.
Währen der gesamten Dauer des Studiums können die Teilnehmer in einem Online-Studienzentrum mit ihrem persönlichen Betreuer in Kontakt treten und eventuelle Fragen oder Probleme zur Sprache bringen. Wenn alle eingesandten Aufgaben abgearbeitet sind, wird ein Zertifikat über die Lehrgangsteilnahme ausgestellt. Damit kann man sich dann der staatlichen Prüfung unterziehen. Nach erfolgreicher Prüfung erhält man die Auszeichnung „Staatlich geprüfter Betriebswirt Finanzwirtschaft“.

Mit einer Prüfung zum „Staatl. gepr. Betriebswirt Finanzwirtschaft stehen viele berufliche Wege offen. Man kann in allen Wirtschaftszweigen und in der öffentlichen Verwaltung einen guten Arbeitsplatz finden und dort tätig sein. Obendrein hat man auch gute Perspektiven, in Unternehmensberatungen, Anwaltskanzleien oder sogar auch Finanzbehörden eingestellt zu werden. Außerdem könnte man sich jederzeit mit dieser abgelegten Prüfung auch selbständig machen. Ein großes Fachwissen im Bereich der Finanzen ist von großem Vorteil, wenn man eine eigene Unternehmensberatung gründen will.

Berufsstart für Hauptschüler. 51 Ausbildungsberufe, die Hauptschülern wirklich offen stehen

Berufsstart für Hauptschüler. 51 Ausbildungsberufe, die Hauptschülern wirklich offen stehenBerufsstart für Hauptschüler.
51 Ausbildungsberufe, die Hauptschülern wirklich offen stehen

Manfred Bergmann, Reinhard Selka (Hrsg.): Berufsstart für Hauptschüler.
51 Ausbildungsberufe, die Hauptschülern wirklich offen stehen, 2006 W.Bertelsmann Verlag.

Einen geeigneten Ausbildungsplatz finden ist nicht leicht. Immer weniger Betriebe sind bereit auszubilden und stellen immer höhere Anforderungen an ihre Lehrlinge. Egal welchen Abschluss ein Schüler in der Tasche hat, ein Ausbildungsplatz ist ihm nicht sicher. Besonders schwer haben es aber Schüler mit einem Hauptschulabschluss, da viele Betriebe mindestens einen Realschulabschluss fordern. Oft gehen Jugendliche mit dem Gefühl aus der Schule, dass sie mit ihrem Hauptschulabschluss sowieso keine reellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Das ist nicht so.

Manfred Bergmann und Reinhard Selka stellen in ihrem Buch Berufsstart für Hauptschüler 51 Berufe vor, die Hauptschülern wirklich offen stehen. Zu jedem Beruf wird der Anteil an Hauptschülern unter den Lehrlingen angegeben, der Prozentsatz von Frauen und Männern in dieser Berufsbranche und die Ausbildungsvergütung in den einzelnen Lehrjahren. Dann folgt eine ausführliche Beschreibung der auszuübenden Tätigkeiten in diesem Beruf und der Voraussetzungen, die ein Lehrling mitbringen sollte. Welche besonderen Fähigkeiten von dem Azubi erwartet werden ist auch ein wichtiges Kriterium dafür, ob man diesen Beruf wirklich wählen sollte. Auch die Dauer und der Verlauf der Ausbildung wird angegeben, ebenso wie die Zukunftsperspektiven in diesem Beruf. Dabei werden vor allem Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten dargestellt, ebenso wie die Möglichkeit sich in dem Beruf zum Meister weiterbilden zu lassen. Abschließend werden noch wertvolle Tips zur Ausbildungsplatzsuche gegeben.

Das Spektrum der vorgestellten Berufe ist breitgefächert. Es finden sich viele alte Traditionsberufe wie Bäcker, Dachdecker, Friseur, Gärtner, Verkäufer oder Tischler. Aber auch viele unbekannte Berufe, die erst entstanden sind als 2003 viele Ausbildungsverordnungen neu strukturiert wurden. Dadurch sind einige Berufe weggefallen und daraus neue entstanden, die sich auch durch neue Anforderungen auszeichnen, z. B. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Fachlagerist oder Servicefachkraft für Dialogmarketing. Andere Ausbildungsverordnungen wurden modernisiert. Diese Neustrukturierung dauert an und jedes Jahr werden alte Berufbezeichnungen ungültig und es entstehen neue Berufe.

Zu vielen der vorgestellten Berufe gibt es Erfahrungsberichte von Auszubildenden, die darüber berichten, was sie an dem Beruf besonders fasziniert und mit welchen Herausforderungen sie täglich konfrontiert werden.

Für alle Schüler, die sich noch nicht für einen Beruf entschieden haben, bietet dieses Buch eine Möglichkeit einen Berufswunsch zu finden und sich mit guten Chancen ans Berwerbungschreiben zu machen.

# Broschiert: 128 Seiten
# Verlag: Bertelsmann W.; Auflage: 4., aktualis. A. (März 2006)
# ISBN-10: 3763934642
# ISBN-13: 978-3763934645

Mobbing Abwehrstrategien – Beim Personalrat

Beim Personalrat

Den Mitgliedern des Personalrats gebühren gesetzlich festgelegte Aufgaben. Denn gemeinsam mit dem Arbeitgeber haben sie die freie Entfaltung der Persönlichkeit der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer zu schützen und zu fördern und darüber zu wachen, dass alle Mitarbeiter nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit behandelt werden.
Wie auch schon der Vorgesetzte könnte der Personalrat als Vermittler auftreten. In Einzel- oder Gruppengesprächen sollte er als neutrales Organ gemeinsam mit den Betroffenen die Ursachen des Konflikts herausarbeiten. Zunächst aber ist es unerlässlich, dass sich die Interessensvertretung eingehend mit dem Thema beschäftigt und sich darüber informiert.
Sodann ist es von großer Bedeutung, dass alle Beteiligten über das Phänomen aufgeklärt, seine Wirkung und Folgen dargestellt werden und dem Täter nahegelegt wird, dass auch sie einmal Opfer sein können. Sofern sich das Opfer beim Personalrat beschwert hat, sollte dieser alles in seiner Macht stehende versuchen und ggf. den Fall an die Einigungsstelle, soweit vorhanden, weitergeben, und dafür sorgen, dass diese umfassend über den Konflikt informiert wird.
Es könnte auch hilfreich sein, alle Beschäftigten des Finanzamt Oberstadt über den Vorteil zu informieren.
Hierzu ständen Instrumente wie die Personalversammlung, das schwarze Brett, das Intranet etc. zur Verfügung.
Das Ansprechen aller Beschäftigten kann die Täter evtl. abschrecken und zur Vernunft bringen, indem sie sich denken: Oh, wenn ich gewusst hätte, welche langfristigen, bösen Folgen mein Verhalten hat! Im Rahmen einer Mobbingsprechstunde könnten alle Interessenten und Betroffenen über das Thema aufgeklärt werden und aufliegende Broschüren/Infohefte für zu Hause bereitgestellt werden.

Mobbing – Fünfstufiges Mobbing Phasenmodell nach Leymann 5

Phase 5: Ausschluss des Gemobbten

Wie zuvor bereits erläutert, löst eine Versetzung das Mobbingproblem nicht. Dies merkt schließlich auch die Personalabteilung und greift in dieser Phase zu anderen Mitteln. Da arbeitsrechtliche Schutzbestimmungen eine Kündigung von Seiten des Betriebs verhindern, rät man dem Mitarbeiter, selbst zu kündigen. Als Anreiz hierfür verspricht man ihm ein positives Zeugnis auszustellen.
Meist wird die Kündigung infolge schwerer psychischer Schädigung unterschrieben, womit der Mobbingfall für die Firma abgeschlossen wäre. Ist dies jedoch nicht der Fall, wird durch Ausgrenzung und Isolation versucht, das Opfer umzustimmen und so das Arbeitsverhältnis zu beenden.
Der Gemobbte wird nicht mehr gegrüßt, sein Telefon wird abgestellt, es wird ihm keine Arbeit mehr zugeteilt, er wird praktisch wie Luft behandelt. Nebenbei wird auch das normale Mobbing solange fortgesetzt, Gerüchte über ihn verbreitet, Intrigen gesponnen und Sticheleien angezettelt, bis der Betroffene keinen anderen Ausweg mehr sieht und schließlich, am Ende seiner Kräfte angekommen, den Auflösungsvertrag unterschreibt.

Phase im Fall Frau C.

Die Kollegen üben Kritik an ihrer Arbeit und machen sich hinter ihrem Rücken lustig. Durch diese Vorkommnisse und die daraus resultierende Außenseiterstellung leidet die Qualität ihrer Arbeit massiv und ihre psychische Verfassung verschlechtert sich erheblich.
Die Angriffe werden systematisch ausgeführt, da Pausen und Besprechungen dazu genutzt werden, über sie herzuziehen und Gerüchte zu verbreiten. Die Sticheleien gegen Frau C. treten nicht mehr nur vereinzelt, sondem vermehrt, ja sogar täglich auf. Dagegen ist es aber noch nicht zum Einschreiten des Vorgesetzten bzw. anderer Interessenvertreter gekommen.
Somit befindet sich vorliegender Fall bereits in der zweiten Mobbingphase, in der der Psychoterror beginnt.

Duale Ausbildung – Zuständigkeiten – Berufsschulen

Berufsschulen
• Im Rahmen des Dualen Systems Partner der Ausbildungsbetriebe
• Staatliche Pflichtschule deren Lehrer Mitglieder der Berufsbildungsausschüsse (beratend)
und der Prüfungsausschüsse (voll stimmberechtigt) sind
• Vermitteln berufliche Qualifikationen nach Maßgabe der Rahmenlehrpläne
• Schwerpunkt liegt auf theoretischer Grundlegung und Durchdringung der praktischen Ausbildung im Betrieb
• Nimmt daneben Aufgaben allgemeinbildender Schule war (Erweiterung der Allgemeinbildung)
• Unterricht sollte mindestens 12 Wochenstunden umfassen
• Berufsschule ist zwar an Prüfungen beteiligt, aber nicht an deren Zertifizierung (siehe Kammern)
Neben den genannten Einrichtungen existieren auch noch die sogenannten überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. Sie ergänzen die Berufsausbildung in den Betrieben. Ihre hauptsächlichen Aufgaben sind der Ausgleich von Niveauunterschieden der betrieblichen Ausbildung und die Weitergabe von Technik- und Technologiekenntnissen, die anderswo nicht vermittelt werden können, aber Bestandteil des Rahmenplanes sind. In rechtlicher Hinsicht sind sie Bestandteil der betrieblichen Ausbildung und fallen somit unter Bundeszuständigkeit. Träger solcher Einrichtungen können Organisationen der Wirtschaft (Kammern, Innungen etc.), kommunale Körperschaften, Sozialpartner (Arbeitgeber, Gewerkschaften), Fachverbände oder Kirchen sein. Einen sehr großen Platz in solchen Einrichtungen nimmt neben der betriebsergänzenden Berufsausbildung das Angebot von Weiterbildungsmaßnahmen, insbesondere der Anpassungsweiterbildung, ein.

Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Berufsausbildung innerhalb des Dualen Systems liegt faktisch bei beiden Parteien (Betrieb und Berufsschule). In rechtlicher Hinsicht trägt diese aber überwiegend der Ausbildungsbetrieb. Dafür ist der Ausbildungsvertrag, ein Vertrag zwischen Betrieb und Auszubildendem mit privatrechtlichem Charakter, ausschlaggebend. Dieser Vertrag kommt auf Grundlage des Berufsbildungsgesetzes zustande, dessen Wortlaut grundlegend für die Inhalte des Vertrages ist. Das heißt, dass die Pflichten des Ausbildenden von Auszubildenden einklagbar sind. Die Berufsschule dagegen kann rechtlich für das „Versagen“ eines Berufsschülers nicht belangt werden.

Die überwachende Kontrolle der Berufsausbildung erfolgt im Regelfall durch drei Institutionen. Zum Ersten wird die Ausbildung in den Betrieben von den zuständigen Stellen (Kammern) überwacht (z.B. betrieblicher Ausbildungsplan, Kontrolle des Verbotes der Beschäftigung mit ausbildungsfremden Tätigkeiten, Freistellung zum Besuch der Berufsschule, Einsatz der Ausbilder etc.). Zum Zweiten erfolgt die Kontrolle der Arbeit der Berufsschulen durch die Staatliche Schulaufsicht. Zum Dritten sorgt das Gewerbeaufsichtsamt dafür, dass das Gesetz zum Schutz der arbeitenden Jugend (Jugendschutzgesetz) eingehalten wird (z.B. gesundheitliche Betreuung).

Duale Ausbildung – Historische Wurzeln des Dualen Ausbildungssystems

Historische Wurzeln des Dualen Ausbildungssystems

Hervorgegangen sind Berufsschulen im heutigen Sinne aus den im neunzehnten Jahrhundert in Deutschland entstandenen beruflichen Fortbildungsschulen. Diese wurden schon damals von den Lehrlingen parallel zur Ausbildung im Betrieb besucht, so dass schon damals das Ausbildungssystem dual ausgelegt war. Der Begriff einer Dualen Ausbildung erscheint erstmals in einem „Gutachten über das berufliche Ausbildungs-und Schulwesen“ (1964) vom Deutschen Ausschuss für das Erziehungs-und Bildungswesen (1953-65). Entgegen der Berufsausbildung in den Betrieben, die sich bis auf die mittelalterliche Handwerksausbildung zurückführen lässt, muss man das Entstehen oben genannter Schulen sehr viel später ansiedeln. Insbesondere die religiösen und gewerblichen Sonntagsschulen des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts müssen als Wurzeln der bereits erwähnten Fortbildungsschulen des neunzehnten Jahrhunderts angesehen werden.

Seit der Verabschiedung des Berufsbildungsgesetzes im Jahre 1969 liegt eine bundeseinheitliche Regelung vor, welche die rechtliche Grundlage für Zuständigkeiten, Sanktionen, Inhalte usw. festlegt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden diese Fragen in den einzelnen Wirtschaftszweigen unterschiedlich behandelt. Durch das BBiG ist es so, dass die berufliche Ausbildung in den unterschiedlichen wirtschaftlichen Bereichen (Industrie, Handwerk…) prinzipiell gleich geregelt ist. Dass es inhaltliche Unterschiede gibt, liegt in der Natur der Sache. Allerdings sind Fragen der Zuständigkeiten, der Zugangs-und Vertragsbedingungen, Verantwortlichkeiten der Betriebe und Berufsschulen und der Prüfungsrichtlinien damit einheitlich geregelt.

Duale Ausbildung – Begriffserklärung und Struktur des dualen Ausbildungssystems

Begriffserklärung des dualen Ausbildungssystems

Im Begriff dual ist naturgemäß eine gewisse Zweidimensionalität implementiert. Gemeint ist hier das Zusammenspiel von zwei neben-und miteinander wirkenden Aspekten in der beruflichen Ausbildung. Zum einen ist das der Betrieb, in dem der überwiegende Teil der praktischen Ausbildung erfolgt. Zum anderen ist das die Berufsschule, die schwerpunktmäßig den Part der theoretischen Ausbildung inne hat. Allerdings ist zu beobachten, dass eine strikte Trennung dieser beiden Elemente heutzutage nicht mehr jederzeit möglich ist. Dies hat zum Beispiel seine Begründung in technischen Entwicklungen, die nach sich ziehen, dass theoretische Kenntnisse zu modernsten Maschinen nur im Betrieb vermittelt werden können, da die Berufsschulen gar nicht über diese technischen Ressourcen verfügen und wohl auch nicht verfügen können. Was sicherlich in ihrer rechtlichen Eingebundenheit, und zum Beispiel daraus resultierender Finanzierbarkeit von Unterrichtsmitteln, begründet ist.

Was die rechtlichen Grundlagen betrifft, wäre hiermit eine weitere Dualität angesprochen. Nämlich die, dass für die Berufsausbildung in den Betrieben der Bund und für die Ausbildung an den Berufsschulen die jeweiligen Bundesländer die Zuständigkeiten für sich beanspruchen.

Im folgendes Diagramm wird das Duale System strukturell dargestellt.

Kooperationen

Koordinationen

Betriebe
(privat)
Berufsschule
(öffentlich)
Lernorte:
– Arbeitsplatz
– Werkstatt /
Labor
– Inner-
betrieblicher
Unterricht
pfeil-links Didaktische Grundlagen
– Ausbildungsberufsbild
– Ausbildungsrahmenplan
– Prüfungsanforderungen
Didaktische Grundlagen
– Lehrpläne
– Stundentafeln
– Prüfungsanforderungen
pfeil-rechts Lernorte
– Klassen-
unterricht
– Werkstatt /
Labor
pfeil-oben pfeil-oben
Abstimmung
pfeil-oben
pfeil-oben
BBiG
(Bund)
Schulgesetz
(Länder)
Auszubildende
(Ausbildungsvertrag)
Jugendliche

SIND

Streben an
Facharbeiterprüfung

Berufsschüler
(Schulpflichtgesetz)