Mobbing Abwehrstrategien – Beim Vorgesetzten

Beim Vorgesetzten

Fürsorgepflicht und Betreuung der Arbeiter sind zwei der wesentlichen Aufgaben des Vorgesetzten. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass Konfliktsituationen gar nicht erst aufkommen bzw. diese, falls doch vorhanden, so schnell wie möglich beseitigt werden, um so ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Ihm kommt bei der Intervention also eine bedeutende Rolle zu, denn wo das Arbeitklima stimmt, wird nicht gemobbt. So sollte dieser zuerst in einem Einzelgespräch mit Frau C., dann in Konfliktgesprächen mit der/dem Betroffenen und den Kollegen und Kolleginnen als Vermittler oder Moderator auftreten und sich so einen Überblick über den Konflikt verschaffen. Hierbei sollten beide Seiten ihre Sicht der Dinge schildern und ihren Gefühlen freien Lauf lassen können, damit der Moderator neutral agieren kann.
Anschließend sollten Lösungsansätze erarbeitet werden, die konfliktreduzierend wirken und so das friedliche Zusammenarbeiten fördern. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Lösung für beide Parteien akzeptabel und auch realisierbar ist, damit keine neue Grundlage für einen Streit geschaffen wird.
Es wäre auch daran zu denken, dass der Vorgesetzte Frau C. an Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen vermittelt, in denen sie ihr Selbstbewusstsein stärken und ihr so der Umgang mit dem Problem erleichtert werden kann.
Eine weitere Möglichkeit läge darin, die Mitarbeiter mehr zu motivieren und sich den Bedürfnissen derer besser anzunehmen.
Motivation ist für die Zufriedenheit der Arbeitnehmer und ein gutes Miteinander dringend notwendig.
Wird den Betroffenen beispielsweise bei Erreichung eines bestimmten Ziels eine entsprechende Belohnung dafür in Aussicht gestellt, kann dies sehrwohl motivierend auf diese wirken. Dies kann in Form von aktiver Gestaltung der Arbeit, Freiheit und Mitwirkung geschehen, eben das, was für die Selbstverwirklichung nötig ist.
Wird den Kollegen und Kolleginnen hierfür ein entsprechender Anreiz geboten, können sie sich wieder mehr in ihre eigentliche Arbeit vertiefen, denn etwas zu schaffen lohnt sich jetzt wieder.
Es kann auch nützlich sein, wenn der Vorgesetzte öfters mal ein Lob für die verrichtete Arbeit ausspricht. Das würde vor allem Frau C. gut tun, denn dies würde der Kritik der Kollegen an ihrer Arbeit entgegenwirken. Sicherlich die letzte und unbefriedigenste Option wäre es, Frau C. in einen anderen Bezirk zu versetzen. Doch wie bereits erläutert, wird eine Versetzung das Problem wahrscheinlich nicht lösen.

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