BAföG – ein für viele lohnendes Fördermittel

Wenn man studieren möchte, aber noch nicht genau weiß, wie man das Studium konkret finanzieren soll oder bereits studiert und man aber sehr wenig Geld zur Verfügung hat, ist die Zeit gekommen über BAföG nachzudenken. Hier mit erhält man vor allem dann etwas finanziellen Support vom Staat, wenn die Eltern das Studium nicht und nur im zu kleinen Umfang unterstützen können oder es darum geht, zu vermeiden, mit gleich zwei bis drei Nebenjobs so viel um die Ohren zu, dass einfach zu wenig Zeit für das Studium an sich bleibt.

Folgend sind fünf schlagende Argumente für BAföG, über die man sich bewusst sein sollte – und zwar bevor man sich an die Beantragung begibt:

1. Die Hälfte des Kredits wird einem vom Staat erlassen

Eine Hälfte des monatlichen BAföG-Kredits wird einem vom Staat gesponsert und der Rest wird nicht verzinst. Wer ein stark limitiertes Stipendium ergattert, bekommt sogar noch mehr geschenkt. Gerade weil man die Hälfte des Kredits nicht zurückzahlen muss, ist es absolut zu empfehlen, den BAföG Anspruch auch zu nutzen. Am besten beantragt man BAföG gleich zu Beginn des Studiums, da man es nicht rückwirkend bekommt, sondern nur ab dem ersten Tag der Antragsstellung.

2. Sicherheit durch Verschuldungsdeckel auf 10.010 €

Wenn einem ein Studium mit Bachelor und Masterabschluss vorschwebt, bekommt man hierfür im Normalfall zehn Semester Regelstudienzeit. Wenn man nicht aus wichtigen Gründen sein Studium verlängern muss, kommt man bei einem (beispielhaft angenommen) BAföG-Satz von 752 Euro pro Monat auf einen Gesamtbetrag von 45.000 €. Zwar muss man nach der üblichen Regelung die Hälfte zurückzahlen, da hier aber die zweite Regel greift, die festlegt, dass man sich nur mit max. 10.010 € verschulden darf, wird einem in diesem Fall sogar noch mehr erlassen.

3. Es fallen keine Zinsen an – im Gegensatz zu anderen Studienkrediten

Das Darlehn erhält man zinsfrei, damit ist gesichert, dass der Schuldenberg nicht noch in die Höhe steigt, je länger der Kredit nicht zurückgezahlt wird. So weiß man immer, was noch abzubezahlen ist, ohne lästige Zinsen berechnen zu müssen.

4. Eine Rückzahlung erfolgt erst Jahre danach

Da nicht alle Hochschulabsolventen nach Ihrem Studium mit einem super Gehalt einsteigen und Ihr BAföG schnell abbezahlen können, beginnt die Rückzahlungspflicht erst fünf Jahre nach der Förderungsdauer. Die Förderungsdauer entspricht im Regelfall, der Regelstudienzeit des ersten Studienabschluss. Auch wenn das Geld zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichen sollte, kann man auf Antrag die Pause-Taste drücken. Wenn man allerdings zum Zeitpunkt der Rückzahlungsverpflichtung schon Geld im Überschuss zur Verfügung hat, kann man das Darlehn auch in einer Summe zurückzahlen. Der Staat gewährt einem in diesem Fall sogar noch einen Bonus. Für einen schnellen Abschluss des Studiums bekommt man allerdings nichts.

5. Man hat mehr Zeit für sein Studium und muss weniger Jobben

Damit man nicht während seines Studiums zu viel Zeit in einen Job investieren muss, um während der Studienzeit über die Runden zu kommen, verschafft einem BAföG den nötigen Puffer. So kann mehr Zeit in das Studium gesteckt werden und es bleibt einem sogar noch ein wenig Freizeit erhalten. Außerdem kann man noch 450€ dazuverdienen.

Wichtiger Hinweis: Wer denkt, er könnte sich während er BAföG bezieht nichts ansparen, der irrt. So ist es möglich bis zu 8.200 € anzusparen während man BAföG erhält.

Einen Ratenkredit zu Beginn der Rückzahlungsverpflichtung aufnehmen

Wenn man nach den fünf Jahren der Förderungsdauer zur Rückzahlung aufgefordert wird, kann man auch die BaföG Rückzahlung mit einem günstigen Ratenkredit vornehmen. So muss man nicht gleich die ganze Summe auf einmal zahlen und bei den aktuell niedrigen Zinssätzen kann sich ein Kredit besonders lohnen. Wenn beispielsweise direkt nach dem Studium ein erstes Kind unterwegs ist oder man sich eine teure Hochzeit leisten möchte, erhält man mithilfe eines Ratenkredits den notwendigen finanziellen Freiraum.

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